Umwelthaus Pinneberg e.V.

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Stabschrecke

Du brauchst:
  • Einen etwa fingerdicken Stock
  • Eine Rosenschere
  • Einen kleinen Seitenschneider und eine Zange oder eine Kombizange
  • Ganz dünnen Draht und etwas dickeren Draht (z.B. Bindedraht)
  • Kleine Perlen
  • Transparent trocknenden Leim, Zahnstocher
  • Blätter (z.B. von Ilex/Stechpalme, Ahorn-Propeller oder andere, etwas festere Blätter, die sich beim Trocknen nicht aufrollen)

    Anleitung:
    1.Schneide mit der Rosenschere von deinem Stock ein etwa 8 cm langes Stück ab.
    2.Wickle den etwas dickeren Draht mehrfach im vorderen Drittel um den Stock herum. Lasse an beiden Seiten des Stocks lange Drahtenden überstehen. Verzwirble die Drahtenden mithilfe der Zange ganz fest, so dass der Draht auf dem Stock nicht mehr rutscht.
    3.Wiederhole dies noch weitere zwei mal, so dass deine Stabschrecke am Ende drei Paar Beine hat. Nimm für dir Fühler den feinen Draht. Befestige ihn am vordersten Ende des Stockes ebenso, wie du es bei den Beinen getan hast (nur natürlich so, dass die Fühler nach oben und die Beine nach unten zeigen!). Biege die Beine und die Fühler so zurecht, dass es möglichst natürlich aussieht. Klebe dicht bei den Fühlern auf jede Seite des Stocks eine kleine Perle für die Augen (damit du nicht den Leim überall hin schmierst, nimm am Besten einen Zahnstocher, um ihn genau zu verteilen).
    4.Für die Flügel und das Brustschild klebst du Blätter auf den Rücken und dorthin, wo bei dir die Schultern wären. Lasse den Kleber gut trocknen!
    Zur Stab- und Gespenstschrecke:
    Stab- und Gespenstschrecken sind nicht mit den Heuschrecken verwandt. Es sind teilweise bizarr geformte Blattfresser (stab- oder blattförmig). Sie kommen aus dem südasiatisch-australischen Raum und sind dort auf Bäumen und Sträuchern zu finden. Durch ihr Aussehen sind die Tiere gut getarnt. Sie beginnen bei Erschütterungen oft hin und her zu schwangen, als ob sie ein Blatt wären, dass sich im Wind bewegt. Bei einigen Arten gibt es eine typische Drohhaltung: Der Hinterleib wird ruckartig über den Rücken gerollt, die Hinterbeine werden abgespreizt und der Kopf in eine Aussparung der Vorderbeine gelegt. Der aufgerichtete Hinterleib und die abgespreizten Beine mögen einem Angreifer wie ein Fangapparat erscheinen, wirken auf alle Fälle aber gefährlicher als der eher zierliche Kopf. Die Stellung erinnert ein wenig an eine Gottesanbeterin oder an einen Skorpion. Die Tiere können ein Bein abwerfen, wenn sie von einem Feind bedroht werden. Dieses Bein wird im Verlauf der nächsten Häutungen neu gebildet. Auch andere Körberteile, wie z.B. Fühler, wachsen nach. Versucht ein Räuber die Schrecke von ihren Sitzplatz zu zerren, hält sie sich mit aller Kraft fest und riskiert lieber noch weitere Beine oder Teile der Füße, als loszulassen. Verliert sie den Kontakt zu ihrer Unterlage, fliegt sie davon (sofern es sich um ein flugfähiges Exemplar handelt). Fliegende Schrecken landen bevorzugt an dunklen Stellen, die für das Tier dichtes Blattwerk signalisieren, in dem es sich gut verstecken kann. Fällt ein Tier auf den Boden, stellt es sich – oft über mehrere Stunden – tot. Wieder " erwacht" klettert es zielstrebig an einer Hell/Dunkel-Grenze entlang, die es wahrscheinlich als einen dunklen Baumstamm gegen einen hellen Himmel deutet. Stab- und Gespenstschrecken gibt es häufig in Tierhandlungen und in Zoos. Dort kannst du sie dir "in echt" ansehen. Überlege dir aber gut, ob du sie dir dann auch kaufst!