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Krötenaktion am Hogenkamp 2022

In der Zeit vom 20.2. bis 11.4. haben die freiwilligen Helferinnen und Helfer 812 Kröten, 66 Gras- und Teichfrösche und 10 Molche zum Teich getragen.

Die Krötenzaunaktion am Hogenkamp ist für dieses Jahr abgeschlossen. Der Zaun wurde am 11.4.2022 wieder abgebaut. In der Zeit vom 20.2. bis 11.4. haben die freiwilligen Helferinnen und Helfer 812 Kröten, 66 Gras- und Teichfrösche und 10 Molche zum Teich getragen. Damit ist die Zahl der Kröten seit 3 Jahren deutlich rückläufig. Eine eindeutige Ursache können wir für diese Entwicklung nicht benennen. Es gibt verschiedene, denkbare Ursachen. So könnte eine Veränderung der Qualität des Regenrückhaltebeckens am Hogenkamp (Überdüngung?, Eintrag von Pestiziden), Störungen durch die Baustellen der vergangenen Jahre oder durch andere Quellen, Veränderungen des örtlichen Klimas oder etwas ganz anderes verantwortlich sein.
Der Rückgang dieser Zahlen wird auch an anderen Krötenzäunen beobachtet. Wir, das Umwelthaus, würden daher gerne eine Karte mit den Krötenzäunen im Landkreis Pinneberg erstellen, mit den Zählungen der letzten Jahre. Dafür bitten wir die Verantwortlichen, sich über das Kontaktformular mit uns in Verbindung zu setzen. So erhalten wir die Möglichkeit, mit umfassenden Informationen zu den Amphibienzahlen Politik und Verwaltungen über die Situation der Amphibien im Kreis zu informieren und auch den Druck zu erhöhen, die Schutzmaßnahmen zu intensivieren. Bitte gebt, wenn möglich, die Position des Krötenzauns und des Laichgewässers an oder beschreibt die Position so genau wie möglich.

Noch ist die Erdkrötenpopulation im Süden Pinnebergs nicht gefährdet. Dank des Einsatzes von Bürgerinnen und Bürgern und Schulklassen der umliegenden Schulen können jedes Jahr viele Erdkröten sicher über die Straße getragen werden. Doch es wird enger für diese Tiere. So wie überall in Deutschland verkleinern sich die Lebensräume aller Tiere. Den Tieren könnte geholfen werden, indem die verbleibenden Lebensräume aufgewertet werden. Die Qualität der Laichgewässer, insbesondere des Regenrückhaltebeckens am Hogenkamp kann durch eine natürliche Umgestaltung verbessert werden. Naturwiesen, Hecken und vereinzelte Büsche bieten Schutz nicht nur für Erdkröten. Verbleibende Wandergebiete könnten z.B. durch Krötentunnel dauerhaft sicherer gemacht werden, da nicht alle Straßen in dem Gebiet immerzu betreut werden können. Auch der Sportplatz “An der Raa“ kann eine tödliche Gefahr für die neu geschlüpften Erdkröten werden, da sie über die südöstliche Ecke ziehen und dabei zertrampelt werden oder in der Drainage gefangen werden. Ein stabiler Krötenzaun an dieser Ecke würde die Jungtiere auf sicherere Wege leiten.